Formen des Erinnerns in der Frühen Neuzeit

07.11.2025

internationaler Workshop

Formen des Erinnerns in der Frühen Neuzeit

7. November 2025
Workshop

In der Frühen Neuzeit verändern sich die kulturellen Bedingungen des Erinnerns auf
einschneidende Weise. Mediale, historische und epistemologische Entwicklungen wie die Verbreitung des Buchdrucks, die Konfrontation mit dem ‚Neuen‘ im Zuge der europäischen Expansion und die rinascimentale Pluralisierung des Wahrheitsbegriffs führen dazu, dass die Masse des Wiss- und Lesbaren kaum noch beherrscht werden kann. Angesichts der voranschreitenden Neuordnung des Verhältnisses von Erfahrungsraum und Erwartungshorizont stellt sich zudem die Frage, welche Orientierung das kulturelle Gedächtnis für die Bewältigung der Gegenwart und der Zukunft bereitstellt.

Der Workshop untersucht literarische Konfigurationen des Erinnerns im Kontext der Frühen Neuzeit und fokussiert dabei insbesondere den Nexus zwischen Erinnungsprozessen und textuellen Formen. Er geht davon aus, dass unterschiedliche Gattungen, Schreibarten und Strukturprinzipien das Erinnern im Verlauf der Rezeption steuern und prägen. Das Spektrum der ästhetischen Erinnerungspraktiken und die Arten ‚mnestischer‘ Subjektivität, denen die Beiträge des Workshops nachgehen, reichen von lyrischen Ritualen über theatrale Verkörperungen des Erinnerns bis zur narrativen Prosa.

Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Programm im Anhang unten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

WS Formen des Erinnerns-2025

© ROM; WS Formen des Erinnerns-2025